Nach einem wirklich schlechten ersten Tag lagen wir nur auf Platz 23. Danach konnten wir uns aber Rennen für Rennen steigern und immer weiter nach vorne arbeiten. Am Ende stand Platz 7 bei der Europameisterschaft.
Ein Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sind.
Die EM war für uns gleichzeitig ein wichtiger Test für die Weltmeisterschaft im November. Bereits Mitte August hatten Eivind und ich einige Tage gemeinsam trainiert und dabei ein spezielles Boot getestet, von dem wir uns sehr viel versprochen hatten.
Medemblik hat uns allerdings gezeigt, dass wir insbesondere am Kreuzkurs mit diesem Boot nicht dort sind, wo wir sein müssen, wenn wir bei der WM ganz vorne mitsegeln wollen.
Deshalb haben wir nach der EM eine klare Entscheidung getroffen: Das Experiment ist beendet.
Für die Weltmeisterschaft werden wir wieder auf jenes Boot zurückgreifen, mit dem Hans Spitzauer und ich heuer die Eastern Hemisphere Championship gewonnen haben. Das Boot hat auch bei Weltmeisterschaften bereits bewiesen, was es kann – mit einem zweiten und einem dritten Platz.
Es wird nun per Container in die USA geschickt.
Für mich ist das eine der wichtigen Erkenntnisse aus Medemblik: Man muss immer wieder bereit sein, den eingeschlagenen Weg und auch sich selbst zu hinterfragen. Gerade im Spitzensport muss man laufend nach Verbesserungen suchen – auch dann, wenn das Ergebnis mit Platz 7 eigentlich sehr gut war.
Wir haben in Medemblik viel gelernt, wissen jetzt deutlich besser, wo wir stehen, und haben daraus unsere Konsequenzen gezogen.
Das Ziel bleibt dasselbe. Der Weg dorthin hat sich geändert.
Jetzt beginnt die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im November.
Christian Nehammer
