Für mich war es eine ganz besondere Regatta, denn meine letzte Ufo22-Regatta lag bereits rund sechs Jahre zurück. Umso mehr freute ich mich, wieder am Start zu sein. Mit einer teilweise neu zusammengestellten Crew gingen wir ohne große Erwartungen in die Veranstaltung. Unser Ziel war es, uns von Wettfahrt zu Wettfahrt zu steigern – und genau das gelang uns eindrucksvoll.
Mit jeder Wettfahrt fanden wir besser zusammen, konnten unsere Abläufe verbessern und uns kontinuierlich nach vorne arbeiten. Den Höhepunkt bildete die letzte Wettfahrt, die wir souverän für uns entscheiden konnten. Dieser Erfolg brachte uns schließlich den hervorragenden 3. Gesamtrang im EuroCup – mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz zwei.
Bei der Siegerehrung wurde ich zunächst als Österreichischer Meister ausgezeichnet, da ich der bestplatzierte österreichische Steuermann war. Im Nachhinein musste mir dieser Titel jedoch wieder aberkannt werden, weil zwei Mitglieder meiner Crew deutsche Staatsbürger sind und unser Team damit laut den geltenden Bestimmungen nicht für die Wertung der Österreichischen Meisterschaft berechtigt war. Auch wenn das zunächst enttäuschend war, schmälert dies die sportliche Leistung unserer Mannschaft und den erreichten 3. Platz im EuroCup keineswegs.
Den EuroCup gewann Stefano Beruffi (ITA 96) mit seiner Mannschaft vor Tea Faoro (ITA 5). Den dritten Platz belegte ich, Günther Wendl (AUT 114, UYCAs), gemeinsam mit meiner Crew Christian Wendl (DHH-Regattagruppe), Johanna Kübler (DHH-Regattagruppe) und Timo von Schaper (YCK).
In der Wertung der Österreichischen Meisterschaft setzte sich schließlich Simon Meister (AUT 89, SCTWV) mit seinem Team durch. Den zweiten Platz belegte Gerhard Proksch (AUT 116, SCTWV), Rang drei ging an Stefan Lindner (AUT 77, KYCK).
Nach der langen Pause und mit einer teilweise neu zusammengestellten Crew ist dieses Ergebnis für mich besonders erfreulich. Die Regatta hat gezeigt, wie wichtig gute Teamarbeit ist und dass sich konsequente Weiterentwicklung von Wettfahrt zu Wettfahrt auszahlt. Mit dem 3. Platz im EuroCup blicke ich gemeinsam mit meiner Crew auf ein rundum gelungenes Regattawochenende am Achensee zurück.
Ein Bericht von G.Wendl
