Die ersten Trainingstage waren von Starkwind geprägt und man konnte nur wenige Stunden aufs Wasser.Die andere Zeit wurde von Louisa Saletu und Vorschoter Noah Mink (beide Uycas) für Boatswork, Konditions- u Krafttraining und Theorie genutzt.
Gemeinsam mit einer bayerischen Trainingsgruppe unter Leitung von Ramon konnten sie ihr theoretisches Wissen weiter vertiefen und manches gleich testen.
Am Gründonnerstag, erster Wettkampftag, strahlender Sonnenschein und weiter Starkwindverhältnisse mit 20-25 Knoten.
Louisa und Noah fanden sich gut zurecht und absolvierten 3 Wettfahrten mit einer spektakulären Kenterung bei hohem Tempo in der letzten. Zum Glück niemand verletzt und auch das Boot blieb ganz (8-6-11).In ihrer Fleet kam nach einem allgemeinen Protest der Trainer kein 4. Race zustande. Der Starkwind nahm weiter zu und das bedeutete ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle Teilnehmer und Trainer.
Also früh aus den Betten am 2. Regattatag, denn die Wettfahrt musste aufgeholt werden. Die Verhältnisse waren etwas ruhiger bei 12-15 Knoten. Das Team absolvierte 4 Wettfahrten (4-9-7-7).Im 5. Race entschied sich die Wettfahrtleitung für ungewöhnliche Startbedingungen: Der startenden Fleet mit Louisa und Noah kam eine weitere Fleet - welche sich gerade am Gate befand- entgegen. Dies war nach so vielen Wettkampfstunden eine Herausforderung. Die beiden segelten ihren 29er unbeschadet durch dieses anspruchsvolle Rennen und belegten den 22. Platz, wissend um ihr Streichergebnis, doch Sicherheit geht vor!
Das bedeutete: Platz 24 bei 130 Teams nach 2 Qualifikationstagen und der Platz in der Goldflotte war gesichert!Die Freude war groß!
Die Zwillingsschwestern Antonia und Charlotte Senger- Weiss (YCB) konnten die ersten Wettkampftage auf Rang 89 beenden, qualifizierten sich für die Bronze Fleet. Émile Soulier und Adrian Boller (beide YCP) ersegelten Platz 115 und starteten ab nun in der Emerald Fleet.
Am 3. Tag nahm der Wind ab ( 8-12 Knoten), die Anforderungen wurden jedoch nicht einfacher und Louisa und Noah hatten richtig zu arbeiten. Sie waren am Ende des Tages mit ihren Platzierungen nicht glücklich, konnten jedoch viele Erkenntnisse aus dem starken Feld mitnehmen.
Ostersonntag, der letzte Regattatag, begann mit Warten auf Wind. Segelbarer Wind wurde erst für späten Mittag prognostiziert.
In Gold- und Silverfleet wurden noch 2 weitere Rennen ausgetragen - die Silverfleet hatte vom Vortag noch eines nachzuholen- und Bronze und Emerald segelten noch 1 Wettfahrt. Das Uycas Team sammelte weitere Erfahrungen, das Tempo der anderen Boote war sehr hoch, die eigenen Kräfte mittlerweile am Limit.
Der Sieg ging an das französische Team Alexandre Mostini und Julien Bunel mit nur 22 Zählern in 14 Wettfahrten!Wir gratulieren!
Louisa und Noah beendeten den EC Carnon 2026 erschöpft und glücklich als 8. mixed Team und Platz 32 overall, wissend um alle Herausforderungen, an denen sie in den kommenden Wochen bis zur WM 2026 in Kiel weiter arbeiten wollen.
Ergebnislisten gesamt:
Offizielle Resultatseite inkl. Unterkategorien und Fotos:
https://www.eurocup-29er-carnon.com/tableau-officiel/#Results
