Die wahren Gefahren hier im Süden: Sonnenstich und Brandblasen auf den Füßen vom dunklen Deck. Perfekte Bühne für die Cape 31, eine One-Design Klasse, die hier entstanden ist und eine quicklebendige lokale Flotte hat. Umso größer die Freude vor Ort, wenn zwei europäische Teams in ihrer Sommerserie mitmischen.
Nach dem Abschied des „Stella Maris“ Projekts von August Schram von der Club Swan 50 (Logbuchartikel schon in Arbeit) sehen Udo Moser und ich in der kleineren Cape 31 einer intensiven Saison entgegen, die nun schon im Jänner in Kapstadt begonnen hat.
Zwei Wochen intensives Trainingslager, an den Wochenenden jeweils Regatten. Jeden Tag Wind, öfters am oberen Limit. Viel getestet, an Manövern gefeilt und am Boot gearbeitet. Die europäische Serie wird dieses Jahr so stark wie nie besetzt sein, da hilft es ausreichend Zeit in der Vorbereitung zu haben. Unter dem Testcharakter standen auch die beiden Regatten: Die erste haben wir gewonnen. In der zweiten hielt uns erst ein gerissenes Backstag bei 36 Knoten auf dem letzten Schenkel auf – trotzdem Platz 2 von jeweils acht Booten. Das Team? Rundum happy.
Technisch fährt die Klasse 2026 nun auch vorne mit: Neu ist die volle Integration des Vakaros-Systems, bei dem jedes Boot das namensgleiche Gerät an Bord hat und damit mit der Wettfahrtleitung verbunden ist. GPS-Bojen ohne Anker, GPS-Startlinie ohne klassisches Startschiff (Flaggen gibt’s von einem Motorboot), Distanz zur Linie wird direkt am Gerät angezeigt, ebenso ein möglicher Frühstart – allgemeine Rückrufe adé. Auch der Zieldurchgang läuft über das System, ganz ohne Papierlisten. Bisher: null Probleme und deutlich verkürzte Wartezeiten zwischen den Wettfahrten. Für Fragen dazu: Clubmitglied Michi Schönleitner ist Vakaros-Händler und mit dem System bestens vertraut.
Ein Bericht von Armin Prinz.
