Bereits Michaels Vater ist 1980 in den UYCAs eingetreten. Als Teenager ist er vermehrt in den Club gekommen und ist als Teil der damaligen Jugendabteilung zum Segler herangewachsen. Als sein Vater die Sonderklasse „Franya" kaufte, hatte er seine Passion gefunden und von da an regelmäßig an Sonderklassen-Regatten teilgenommen.
Anfang der 80er Jahre haben Hubert Raudaschl und Heinz Mitterhauser mit der „MIRA" eine Libera gebaut und regelmäßig an diversen Langstreckenregatten erfolgreich teilgenommen – natürlich auch an der Centomiglia am Gardasee. Michael ist auch mehrmals als Mannschaft bei den beiden Cracks mitgesegelt. Das war für ihn eine Inspiration.
Zum einen hat sich im Club eine Gruppe von abenteuerlustigen jungen Seglern – „die Gang" – um ihn geschart, zum anderen hat er das Auge auf „seine“ Libera geworfen: die „Mr. Cello Due".
Als sie zum Verkauf stand, war es eine gemachte Sache. Sein kongenialer seglerischer Partner am Steuer der „neuen" Libera war Axl Wiesinger. Über 10 Jahre hat das Team rund um Michael und Axl an diversen Langstreckenregatten teilgenommen.
Seinen Mitseglern ist seine Leidenschaft fürs Segeln wie auch seine gute Laune, seine positive Einstellung und natürlich seine Großzügigkeit in Erinnerung. Der größte Erfolg war der Sieg bei der Gorla – der berühmten Vorregatta der Centomiglia.
Michael war ein Visionär. Beruflich hat sich das unter anderem in seinem Engagement für biologischen Anbau sowie im Bereich erneuerbarer Energien gezeigt. Auch im seglerischen / bootsbauerischen Bereich wollte er einen neuen Weg gehen.
Er hatte die Vision, eine unschlagbare Libera aus Holz zu bauen und sie dann natürlich auch zu segeln. Dafür fuhren Michael, Axl und Hannes Haitzinger sen. zu Georg Nissen nach Norddeutschland. Der berühmte Yachtdesigner war von der Idee begeistert und entwickelte einen neuen Riss. Daraufhin baute Hannes Haitzinger die „Mrs Cello Due" aus kanadischer Zeder. Beinahe fertig, wurde sie jedoch nie zu Wasser gelassen.
Später hat sich Michael mit seiner seglerischen Passion wieder bei den Traditionsklassen engagiert.
Mit der Gründung seiner Familie ist das Segeln etwas in den Hintergrund gerückt. Mit ihr hat er bis zuletzt viel Zeit am See verbracht – auch um seiner Familie seine Liebe und seine Leidenschaft für diesen besonderen Ort zu vermitteln.
Wir wünschen Michael gute Wind für seine letzte lange Ausfahrt. Ahoi
